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Jungärzte wandern am liebsten ins Ausland ab

Teaser_arzt  Obwohl Österreich noch das Land mit der höchsten Ärztedichte Europas ist, steht uns ein unmittelbarer Ärztemangel bevor. Laut einer im Auftrag von Ärztekammer, Gesundheits- und Wissenschaftsministerium durchgeführte Studien könnten zwischen 2.800 und 7.400 Ärzte fehlen. Grund dafür ist die Abwanderung der Jungärzte ins Ausland.

Ärztemangel ist abzusehen

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Laut Berechnungen der Ärztebedarfsstudie werden in den nächsten Jahren zwischen 2.800 und 7.400 Ärzten fehlen. Die Zahl variiert dabei je nach Schätzung des Pensionsalters von Medizinern beziehungsweise Leistungsumfangs der Wahlärzte. Derzeit sind 75 Prozent der Anfängerstudienplätze für österreichische Maturanten reserviert. Würde die EU die derzeit geltende Quotenregelung für das Medizinstudium kippen, würden uns bis 2030 weitere 2.500 Mediziner fehlen.


Jungärzte wandern ab

Grund dafür ist die vergleichsweise hohe Abwanderung von Medizin-Absolventen. Laut Wolfgang Schütz – Rektor der Med-Uni Wien, verlässt jeder vierte Medizin-Absolvent Österreichs. Grund dafür ist die schlechte und vor allem vergleichsweise lange Ausbildungszeit in Österreich. Turnusärzte werden als billige Arbeitskräfte eingesetzt, die viele Tätigkeiten im Bereich Pflege und Administration erledigen müssen. Anstatt als Systemerhalter für den Schwesterbereich erhalten zu müssen, entscheiden sich viele Jungärzte dafür ins Ausland zu gehen. Vorallem Skandinavien, Großbritannien aber auch Deutschland sind attraktive Arbeitsländer für Mediziner.

Um diese Abwanderung von kostbaren Jungärzten in Zukunft zu stoppen, ist vor allem Handlungsbedarf vom Gesundheitsministerium notwendig. Der Arztberuf muss attraktiver gestaltet und die Ausbildung den internationalen Standards angepasst werden.

Genügend Ausbildungsplätze vorhanden

Eine Aufstockung der Ausbildungsplätze würde das Problem dabei nicht lösen, betont Wissenschaftsminister Töchterle. Die Ärztebedarfsstudie habe gezeigt, dass genug Mediziner ausgebildet werden. Es müsse dafür gesorgt werden, dass möglichst viele von ihnen auch im Land bleiben.

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